Schulprofil

Leitbild unserer Schule:

Wir sind eine friedliche Gemeinschaft.

Auch wenn wir verschieden sind,

wird niemand ausgeschlossen.

Wir helfen uns gegenseitig

und nehmen uns ernst.

Wir tragen alle dazu bei,

dass wir gern zur Schule kommen.


Entstehung unserer Schule

Unsere Schule besteht seit dem Schuljahr 2008/09 als eigenständige Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen und gehört zusammen mit einer Real- und Hauptschule zum Schulzentrum Holzminden. Seit 2010 tragen wir den Namen „Anne-Frank-Schule“ und fühlen uns mit diesem Namen verpflichtet, ein friedliches Schulleben zu gestalten, das durch Akzeptanz und Toleranz geprägt ist.

Bereits im 2. Jahr unserer Entstehung wurden wir von der niedersächsischen Schulinspektion besichtigt und beurteilt. Im Inspektionsbericht ist über unsere Schule zu lesen:

„Die Anne-Frank-Schule ist in ihrer Arbeit geprägt von den Merkmalen einer ‚aktiven Schule‘. Es herrscht an ihr ein Klima der Innovation, das unterstützt wird von ausgesprochen zielgerichtetem Schulleitungshandeln, Teamentwicklung im Kollegium und einem hohen Maß an Lehrerkooperation.

Die Anne-Frank-Schule erzielt in dem Teilbereich Schülerunterstützung (Beratung und Betreuung) sowie Schulkultur (Kooperation mit anderen Schulen und externen Partnern) herausragende Ergebnisse.

Der Unterricht an der Anne-Frank-Schule ist durch Zielorientierung und Strukturierung des Unterrichts, klare Stimmigkeit, Unterstützung eines aktiven Lernprozesses und durch ein exzellentes pädagogisches Klima geprägt. … Das Inspektionsteam wünscht der Schule, den auf hohem Niveau eingeschlagenen Weg zu guter Schul- und Unterrichtsqualität weiterhin mit Erfolg zu verfolgen.“

Schulklima

Wir möchten für unsere Schülerschaft die Begegnung mit anderen Schulen fördern und durch unsere Präsenz zeigen, dass wir uns nicht in einem Schonraum verstecken wollen. Der gemeinsame Austausch und die sportlich-spielerische Auseinandersetzung mit allen anderen tragen dazu bei, dass sich eine gegenseitige Akzeptanz, Toleranz und Rücksichtnahme entwickeln kann.

Gemeinschaftsaktivitäten, in die wir nach und nach auch die anderen Schülerinnen und Schüler einbeziehen wollen, tragen dazu bei, dass sich innerhalb unseres Schulzentrums eine bunte Gemeinschaft entwickeln kann, in der die gemeinsame Prämisse Toleranz, Hilfsbereitschaft und gegenseitiges Verständnis gelten sollte.

Lernklima

Mit unserem Unterrichtskonzept wollen wir die schwächeren Schüler stärken und sie dabei unterstützen, ihren Weg in einer immer komplexer werdenden Welt zu finden und selbstständig zu gehen. Wir orientieren uns an den Richtlinien der allgemeinbildenden Schulen und geben unseren Schülern wichtige Hilfestellungen beim schulischen und lebenspraktischen Lernen.

Ein lebendiges Schulleben im gemeinsamen Ausgestalten von Festen gehört ebenso dazu, wie die Arbeit in Projekten und Fachbereichen.

Ein neu angelegter Schulgarten, der von den Schülern gepflegt und bestellt wird, eine gut ausgestattete Hauswirtschaftsküche, Fachräume für Werken, Musik, Textiles Gestalten, Arbeit am PC, Leseraum, Spielraum sowie eine Schülerarbeitsküche zur Vorbereitung eines gesunden Schulfrühstücks ermöglichen ein auf die Bedürfnisse unserer Schülerschaft angelegtes ganzheitliches Lernkonzept. Die dreigliedrige Sporthalle, die wir mit den anderen Schulen gemeinsam nutzen und der große Sportplatz sowie ein vielseitiges Schulgelände mit verschiedenen Ruhe- und Spielzonen tragen dazu bei, dass trotz der Größe der Schule genügend Freiraum und Rückzugsmöglichkeit für alle vorhanden ist. Eine 2013 neu gestaltete und technisch sehr gut eingerichtete Aula und das allen zugängliche Foyer als Eingangsbereich von der Schulhofseite aus bieten Möglichkeiten zur gemeinsamen Begegnung. Unser Ziel ist es – wie auch im Leitbild zu lesen – eine Schule zu entwickeln, in der sich alle, die dort arbeiten, lernen und leben, wohlfühlen und angenommen sind: „Jeder ist willkommen“.

Viele Bausteine sind auf diesem Weg bereits in Arbeit und werden kontinuierlich zu einem Gesamtgebäude errichtet, das sowohl die Arbeit am Schulprogramm einschließt wie auch die gemeinsame Gestaltung des Schullebens in einem großen Gefüge, das ein Schulzentrum mit drei Schulen bildet. Der Weg zu einem gemeinsamen System, das alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen berücksichtigt und im Hinblick auf die Inklusion ohne Unterschiede annimmt, ist die große gemeinsame Aufgabe der nächsten Jahre.

Die Anne-Frank-Schule Holzminden fühlt sich ihrem Leitbild verpflichtet, das allen an der Schule bekannt ist, in allen Räumen aushängt und nach dessen Inhalt das Zusammenleben gemeinsam ausgerichtet wird.

Auf diesem Leitbild bauen die „Regeln zum friedlichen Zusammenleben“ auf, die darauf abzielen, tolerant und respektvoll miteinander umzugehen, Rücksicht und Fairness zu üben und im Sinne einer Gemeinschaft, aus der niemand ausgegrenzt wird, sich füreinander einzusetzen und dazu beizutragen, dass die Schule ein gemeinsamer Ort des Wohlbefindens sowohl für alle dort Tätigen als auch für Besucher wird.

Allgemeine Informationen

Die Anne-Frank-Schule ist eingegliedert unter dem großen Dach des Schulzentrums Liebigstraße, zudem ebenfalls die Dr.-Jasper-Realschule und die Johannes-Falk-Hauptschule gehören.

Das Schulzentrum liegt am östlichen Stadtrand Holzmindens und grenzt an die Braunschweiger Straße, Liebigstraße und Allersheimer Straße an. Der gemeinsame Haupteingang für alle Schulen liegt in der Braunschweiger Straße. Zum Schulzentrum gehören augenblicklich etwa 600 Schülerinnen und Schüler, die die drei verschiedenen Schulen besuchen.

Der Einzugsbereich der Förderschule Schwerpunkt Lernen erstreckt sich auf die Stadt Holzminden und den gesamten Landkreis mit den Samtgemeinden Bevern und Polle mit Heinsen sowie die Gemeinden Lauenförde, Boffzen, Derental und Neuhaus.

Aufgaben der Förderschule

Die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen hat die Aufgabe, ihre Schülerschaft anknüpfend an den individuellen Lernvoraussetzungen auf der Grundlage der Basiskompetenzen und in Orientierung an den Kerncurricula der Grund- und weiterführenden Schulen in ihrer Gesamtpersönlichkeit ganzheitlich zu fördern und zu einer selbstständigen Teilhabe an der Gesellschaft mit allen Erfordernissen zu befähigen.

Dabei ist die Bildung der Gesamtpersönlichkeit ausgerichtet auf ein ganzheitliches Förderkonzept, das sowohl die kognitiven als auch kreativen, sozialen und emotionalen Bedürfnisse angemessen berücksichtigt. Hierin liegt die besondere Aufgabe dieser Schulform: Angemessen auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers einzugehen und ihn ohne Über- oder Unterforderung zu einem selbstständigen, emanzipierten Mitglied der Gesellschaft hinzuführen.

Die Anne-Frank-Schule als Förderzentrum

Durch das Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention in Deutschland im Jahr 2009, die Menschen mit Behinderungen gleiche Bildungschancen zusichert und die Gesellschaft verpflichtet, für ein Maximum an Barriere-Freiheit zu sorgen, ist nun endlich festgeschrieben, dass niemand ausgeschlossen werden darf und die uneingeschränkte Teilhabe an Gesellschaft und Bildung ein Grundrecht ist. Damit ist Inklusion nicht mehr eine offene Frage, ein Thema, über das diskutiert wird, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir alle uns stellen.

Inklusion hat eine Auswirkung auf unsere Schulform: Die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen werden in den nächsten Jahren auslaufen, weil ihre Schülerschaft in den allgemeinbildenden Schulen aufgenommen wird, um inklusiv und nicht ausgegrenzt unterrichtet und unterstützt zu werden. Unsere Schule hat sich schon jetzt zu einem Förderzentrum entwickelt, das die gemeinsame Unterrichtung von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in den Bereichen Lernen, emotional-soziale Entwicklung und Sprache koordiniert, berät, begleitet und weiterentwickelt in der gemeinsamen Arbeit mit den Grund- und weiterführenden Schulen. Dennoch sind wir auch weiterhin offen für alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, die in einer Förderschule und nicht in einem inklusiven System beschult werden möchten.