Besuch der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule igs Göttingen-Geismar

Am 31.10.2013 besuchten mehrere Lehrkräfte der Anne-Frank-Schule die mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnete integrierte Gesamtschule in Göttingen-Geismar. Dieser Schulbesuch wurde von Schulleiterin Karin Peetz-Borghorst initiiert und mit der pädagogischen Leitung der IGS Lichtenberg vor einigen Monaten vereinbart. Angeschlossen hatten sich interessierte Lehrkräfte und Schulleitungen mehrerer Schulen in Holzminden und Umgebung.

Einen außerordentlich interessanten, anregenden und Lust auf Schule machenden Tag erlebten die Lehrkräfte der Anne-Frank-Schule zusammen mit ihrer Schulleiterin in der immerhin 1500 Schülerinnen und Schüler aufnehmenden besonderen Schule, die von 200 Erwachsenen betreut und unterrichtet werden. Während Zuhause täglich in der Zeitung zu lesen steht, wie schlimm ein Riesencampus ist, wie verloren Schülerinnen und Schüler dort sind und wie groß die Gefahr ist, darin unterzugehen, konnte man in dieser IGS miterleben, dass gemeinsames Lernen und Arbeiten ohne Angst verlaufen kann unter dem Motto „Das Wir betonen, das Ich stärken“. Das große Geheimnis der erfolgreichen Pädagogik dieser bemerkenswerten Schule ist das sogenannte Team-Kleingruppen-Modell, auf das schon seit 40 Jahren mit Erfolg gezählt wird: „Jeder Jahrgang bewohnt einen eigenen übersichtlichen Lern- und Lebensbereich – das sogenannte Cluster – mit sechs Klassenräumen, einem Teamraum für die in diesem Jahrgang zuständigen Lehrkräfte, einem PC-Raum und Flächen für Gruppenarbeit, Pausen, Aufführungen und Ausstellungen.

Alle Schülerinnen und Schüler bleiben vom 5. bis zum 10. Jahrgang zusammen und werden in dieser eit in der Regel von einem Tutorenteam betreut. Innerhalb der Stammgruppen bilden jeweils 4-6 Schülerinnen und Schüler ein Arbeitsteam, die sogenannte Tischgruppe.

Regelmäßig finden Tischgruppenabende in den Elternhäusern mit Schülern und Schülerinnen einer Tischgruppe, ihren Eltern und Tutoren statt.

Ganztagsschule von Montag bis Freitag, Arbeits- und Übungsstunden zum freien Arbeiten in der Schule, gemeinsames Mittagessen.

Bis in das 8. Schuljahr hinein erhalten die Schülerinnen und Schüler Lernentwicklungsberichte mit ausführlicher Beschreibung ihrer individuellen Lernentwicklung und mit konkreten Hinweisen für die Weiterarbeit. Ziffernnoten gibt es erst zum Ende des 8. Jahrgangs.

Bis zur 10. Klasse findet keine äußere Fachleistungsdifferenzierung statt und es gibt kein Sitzenbleiben oder Ausschulen. (…)“

    
Es bleibt zu wünschen, dass gerade auch im Rahmen der Inklusion zukünftig solche beispielhaften, gelingenden Projekte Schule machen…

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